AEON. Forum für junge Geschichtswissenschaft ist nun online und 1 (2009) erschienen.
Archiv für Open Access
„Wer hat Angst vor Open Access?“
Ein lesenwerter Artikel zu Open Access von Gudrun Gersmann (Direktorin des Deutschen Historischen Instituts in Paris und Vorsitzende des Unterausschusses „Elektronische Publikationen“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
„US-Gesetzesentwurf will staatliche Open-Access-Publikationen streichen“
Der u.a. Beitrag stammt aus Heise-Online. Bemerkenswert, das nun wieder ein Rückschritt erfolgen soll. Bleibt zu hoffen, das der Gesetzesentwurf scheitert.
Bürgerrechtler, Steuerzahlervereine und Bibliotheksverbände in den USA protestieren gegen den Vorstoß des Demokraten John Conyers, eine Auflage zum kostenfreien Publizieren staatlicher Forschungsergebnisse rückgängig zu machen. Der von dem Abgeordneten Anfang Februar in das US-Repräsentantenhaus eingebrachte Gesetzesentwurf für einen „Fair Copyright in Research Works Act“ will eine Verpflichtung für Forscher streichen, die Förderung von den National Institutes of Health erhalten, ihre Studien innerhalb von zwölf Monaten gemäß dem Open-Access-Prinzip kostenfrei zu veröffentlichen.
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Das Vorhaben trifft auf breiter Front auf Widerstand. Der Informationsrechtler James Boyle etwa lobte die nun auf dem Prüfstand stehende Bestimmung gerade in höchsten Tönen, da sie Patienten die Möglichkeit an die Hand gebe, auch anhand der gratis verfügbaren Studien des wichtigsten biomedizinischen US-Forschungsinstituts wichtige medizinische Entscheidungen zu treffen.
Unter anderem die Electronic Frontier Foundation (EFF), die Alliance for Taxpayer Access, die American Library Association, die Scholarly Publishing & Academic Resources Coalitions (SPARC) sowie 33 US-Nobelpreisträger brechen ebenfalls eine Lanze für den Erhalt der bestehenden Regelung. Ein offener Zugang zu Forschung nutzt ihrer Ansicht nach Wissenschaftlern und Bürgern in gleicher Weise. Der von Conyers propagierte Ansatz helfe dagegen höchstens einer Handvoll Wissenschaftsverlagen, ein paar mehr Dollar aus den bereits mit öffentlichen Geldern bezahlten Studien zu pressen. Dabei lasse die Jahresfrist zur Open-Access-Veröffentlichung auf Abonnements beruhenden Fachzeitschriften genügend Raum, mögliche Zusatzinvestitionen in ihre Erstpublikationen wieder hereinzubekommen. (Stefan Krempl) / (jk/c’t)
Fraunhofer-Gesellschaft veröffentlicht OA-Policy
Von der Informationsplattform Open Access vom 16.09.2008:
im Juli hat der Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft eine Open Access-Policy (Deutsche Fassung, Englische Fassung) beschlossen. Dies stellt einen wichtigen Schritt in der Umsetzung der Berliner Erklärung dar.
In dieser Policy verpflichtet sich die Fraunhofer-Gesellschaft, sowohl das Publizieren in reinen Open Access-Zeitschriften („Golden Road“) als auch die Open Access-Zweitveröffentlichungen von Texten, die bereits traditionell erschienen sind („Green Road“), aktiv zu unterstützen. Ausgenommen sind allerdings, aus Gründen unserer spezifischen Forschungssitutation, vertrauliche Projektdaten, die durch Kooperation mit Industriekunden entstanden sind.Alle Führungskräfte und Projektleiter sind durch die Policy aufgerufen, den Mitarbeitern Open-Access-Veröffentlichungen nahezulegen. Die nötige rechtliche und sachliche Unterstützung erhalten diese durch die Fachinformationsmanager vor Ort. Die Verpflichtung beinhaltet auch, dass unser, jetzt neu von DINI zertifizierter Volltextserver Fraunhofer-ePrints beständig weiter entwickelt und die Vernetzung mit anderen Repositorien vorangetrieben wird. Ebenso notwendig ist es, dass die Fraunhofer-Gesellschaft sich verstärkt für ein wissenschaftsfreundliches Urheberrecht einsetzt und in dieser Frage mit den anderen deutschen und europäischen Wissenschaftseinrichtungen zusammenarbeitet.
DRIVER: Beschreibungen der Open-Access Aktivitäten in Dänemark und Deutschland
Aus der INETBIB-Liste:
Liebe Forumleser,
im Wiki des Projektes DRIVER (Digital Repositories Infrastructure Vision
for European Research)
sind kürzlich bzw. heute die Beschreibungen der Open-Access-Aktivitäten in
Dänemark und Deutschland aktualisiert worden – weitere werden demnächst
folgen.
Projekt DRIVER (Digital Repositories Infrastructure Vision for European Research)
DRIVER ist ein Projekt der EU und befasst sich mit Digitalen Repositories für die Europäische Forschung.
www.driver-community.eu
DRIVER Support website
DRIVER Wiki
Europäischer Forschungsrat erlässt Open Access Richtlinen
Europäischen Forschungsrat erlässt Open Access Richtlinen
Der Europäischen Forschungsrat – European Research Council (ERC) – hat Ende
des Jahres 2007 „Guidelines for Open Access“ erlassen. Neben der
Verpflichtung Publikationen über geförderte Forschungsergebnisse innerhalb
von 6 Monaten auf einem Publikationsserver zu veröffentlichen sollen auch
Primärdaten offen zugänglich gemacht werden:
„The ERC considers essential that primary data [...] are deposited to the
relevant databases as soon as possible, preferably immediately after
publication and in any case not later than 6 months after the date of
publication.“
Der Europäische Forschungsrat verfügt über rund 15 Prozent des Etats für
das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm. Die jetzt verabschiedeten Richtlinien
stärken den Open Access und zeigt nach dem Mandat des National Institutes
of Health (NIH) , dass der Open Access Gedanke zunehmend auch von
Forschungsförderern getragen wird.
ZfBB-Heft zum Thema „Open Access“
In Archivalia findet sich die Links zu den Beiträgen des ZfBB-Heftes 4/5 (2007) zum Thema „Open Access“. Nur schade das sich die Bibliothekszeitschriften mit dem Thema „Open Access“ so schwer tun.
Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie über Open Access