„US-Gesetzesentwurf will staatliche Open-Access-Publikationen streichen“

Der u.a. Beitrag stammt aus Heise-Online. Bemerkenswert, das nun wieder ein Rückschritt erfolgen soll. Bleibt zu hoffen, das der Gesetzesentwurf scheitert.

Bürgerrechtler, Steuerzahlervereine und Bibliotheksverbände in den USA protestieren gegen den Vorstoß des Demokraten John Conyers, eine Auflage zum kostenfreien Publizieren staatlicher Forschungsergebnisse rückgängig zu machen. Der von dem Abgeordneten Anfang Februar in das US-Repräsentantenhaus eingebrachte Gesetzesentwurf für einen „Fair Copyright in Research Works Act“ will eine Verpflichtung für Forscher streichen, die Förderung von den National Institutes of Health erhalten, ihre Studien innerhalb von zwölf Monaten gemäß dem Open-Access-Prinzip kostenfrei zu veröffentlichen.
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Das Vorhaben trifft auf breiter Front auf Widerstand. Der Informationsrechtler James Boyle etwa lobte die nun auf dem Prüfstand stehende Bestimmung gerade in höchsten Tönen, da sie Patienten die Möglichkeit an die Hand gebe, auch anhand der gratis verfügbaren Studien des wichtigsten biomedizinischen US-Forschungsinstituts wichtige medizinische Entscheidungen zu treffen.

Unter anderem die Electronic Frontier Foundation (EFF), die Alliance for Taxpayer Access, die American Library Association, die Scholarly Publishing & Academic Resources Coalitions (SPARC) sowie 33 US-Nobelpreisträger brechen ebenfalls eine Lanze für den Erhalt der bestehenden Regelung. Ein offener Zugang zu Forschung nutzt ihrer Ansicht nach Wissenschaftlern und Bürgern in gleicher Weise. Der von Conyers propagierte Ansatz helfe dagegen höchstens einer Handvoll Wissenschaftsverlagen, ein paar mehr Dollar aus den bereits mit öffentlichen Geldern bezahlten Studien zu pressen. Dabei lasse die Jahresfrist zur Open-Access-Veröffentlichung auf Abonnements beruhenden Fachzeitschriften genügend Raum, mögliche Zusatzinvestitionen in ihre Erstpublikationen wieder hereinzubekommen. (Stefan Krempl) / (jk/c’t)

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Published in: on 28. Februar 2009 at 12:13  Schreibe einen Kommentar  
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„Google-Books-Deal: Autoren erhalten mindestens 60 Dollar pro Buch“

Aus Heise online:

Im Oktober hatten sich die US-amerikanische Autoren-Organisation The Authors Guild und die Association of American Publishers (AAP) mit dem Suchmaschinenbetreiber Google auf einen Vergleich geeinigt: Der juristische Streit um mögliche Urheberrechtsverletzungen im Zusammenhang mit dem Einscannen von Büchern aus den Sammlungen von US-Bibliotheken für das Internet-Angebot Google Books wird ohne Gerichtsurteil gegen eine Zahlung von 125 Millionen Dollar beendet. In einer E-Mail an ihre Mitglieder hat die Authors Guild jetzt darüber informiert, was die Rechteinhaber von diesem Deal erwarten können.
„Wenn Sie bis zum 5. Januar 2010 berechtigte Copyright-Ansprüche für Bücher geltend machen, die Google vor dem 5. Mai 2009 einscannt oder bereits eingescannt hat, steht Ihnen ein kleiner Teil (mindestens 60 Dollar pro Buch, abhängig von der Anzahl der geltend gemachten Ansprüche auch bis zu 300 Dollar) der 45 Millionen Dollar zu, die Google für die Aufgabe von Forderungen im Zusammenhang mit dem Einscannen von Büchern ohne Einwilligung der Rechteinhaber zahlt“, heißt es in der Mail. Auf die restlichen 75 Millionen Dollar geht die Authors Guild nicht ein, früheren Angaben zufolge sollen davon aber unter anderem Verfahrenskosten beglichen und eine „Buchrechte-Registrierungsstelle“ erstellt werden.

Letztere gehört zu den Bedingungen des Vergleichs, dessen genauer Wortlaut auf der Website googlebooksettlement.com eingesehen werden kann. Festgehalten wurde in den Dokumenten auch, dass Google den Rechteinhabern mehr als die Hälfte aller Einnahmen auszahlt, die künftig durch kommerzielle Verwendungen erzielt werden. Google scannt seit dem Jahr 2004 Bücher aus kooperierenden Bibliotheken ein und hat seitdem nach eigenen Angaben mehr als 1,5 Millionen Bücher online gestellt. Weil dies zunächst ohne ihre Einwilligung geschah, reichte im September 2005 die Autoren-Organisation eine Sammelklage ein, einen Monat später folgte der Verlegerverband. Die endgültige Entscheidung über eine Zulässigkeit des Vergleichs soll im Rahmen einer Fairness-Anhörung am 11. Juni erfolgen. (pmz/c’t)

Published in: on 28. Februar 2009 at 12:06  Schreibe einen Kommentar  
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Zeit-Archiv

Die Wochenzeitschrift „Die Zeit“ bietet in ihrem Archiv Beiträe seit 1946. Man kann nicht nur durch die Jahre browsen, sondern auch nach Autoren, Stichworten und Zeitabschnitten suchen. Es muss berücksicht werden, das nur der Text der Artikel drin, nicht die etwaigen Fotos oder graphischen Darstellungen!

Published in: on 28. Februar 2009 at 12:02  Schreibe einen Kommentar  
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Internetrecht von Prof. Dr. Thomas Hoeren

Das aktuelle Skriptum „Internetrecht“ von Prof. Dr. Thomas Hoeren, Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht Münster
steht zum kostenlosen Download zur Verfügung

Scriptum Internetrecht

Published in: on 26. Februar 2009 at 17:33  Schreibe einen Kommentar  
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„Wikipedia zum anfassen und mitnehmen“

Ein interessanter Hinweis aus
@-web Suchmaschinen Weblog:

Wikipedia zum Anfassen und Mitnehmen

Published in: on 24. Februar 2009 at 09:01  Schreibe einen Kommentar  
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SPRINT Schweizer Portal für die Recherche im Internet.
Bietet eine interessante Übersicht über Online-Quellen.

Siehe auch INETBIB-Liste vom 22.02.2009:
Liebe Listenteilnehmer

Das Schweizer Portal für Recherche im Internet (SPRINT) als eines der
ausführlichsten und ältesten Portale zum Thema Internetrecherche im
deutschsprachigen Sprachraum wurde vor kurzem umfassend aktualisiert und
erweitert.

Seit bereits zwölf Jahren steht mit SPRINT eines der besten Suchtutorials im
Internet. Der Studiengang Informationswissenschaft der Hochschule für
Technik und Wirtschaft (HTW) Chur schlägt so eine Brücke zwischen den
neusten Forschungsergebnissen und den Suchmaschinenanwendern im
informationswissenschaftlich-bibliothekarischen Bereich.

Neben praktischen Tipps hält es nun noch mehr Hintergrundwissen und
sorgfältig aktualisierte Suchmaschinenlisten bereit, damit für jeden Fall
die beste Suchmaschine verwendet werden kann. Neu wurde der
E-Learning-Bereich deutlich ausgebaut. An der Aktualisierung und am Ausbau
von SPRINT waren während mehrerer Monate rund zwei Dutzend Studenten der
Informationswissenschaft der HTW Chur beteiligt, um auch weiterhin höchsten
Qualitätsansprüchen von Informationsfachleuten zu genügen.

Link: http://sprint.informationswissenschaft.ch

Freundliche Grüsse

Projektteam SPRINT

Published in: on 24. Februar 2009 at 08:43  Schreibe einen Kommentar  
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„Neuseeland verschiebt umstrittenes Copyright-Gesetz“

Aus heise-online vom 23.02.2009:
Neuseeland verschiebt sein neues Copyright-Gesetz.
Zum Artikel

Published in: on 24. Februar 2009 at 08:29  Schreibe einen Kommentar  
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„Lehrbuch zum Medienrecht“

Hier ein Literaturhinweis aus den „Bibliotheksrecht.blog“ von Eric Steinhauer
Neue Lehrbücher von Fechner von steinhauer Pro @ Dienstag, 10. Feb, 2009 – 09:16:03
Das bewährte Lehrbuch zum Medienrecht von Frank Fechner (TU Ilmenau) ist nunmehr in der 10. Auflage erschienen und damit auf den aktuellen Stand gebracht.

Fechners Medienrecht ist für Bibliothekare, die sich rechtlich orientieren wollen, die erste Wahl. Praktisch alle heute relevanten Bereich werden in verständlicher Sprache behandelt, vor allem das Urheberrecht, die verfassungsrechtlichen Grundlagen, Internetrecht (mit Haftungsfragen), Jugendschutzrecht, Informationsfreiheitsrecht, sogar das Recht der Buchpreisbindung.

Als Ergänzung zum Medienrechtslehrbuch ist auch ein Buch mit Fällen und Lösungen in zweiter Auflage erschienen. Die im Lehrbuch behandelten Fragen werden in Form juristischer Fallbearbeitungen vertieft.

Frank Fechner: Medienrecht : Lehrbuch des gesamten Medienrechts unter besonderer Berücksichtigung von Presse, Rundfunk und Multimedia. – 10. Aufl. – XXXV, 473 S. – Tübingen : Mohr Siebeck, 2009 (UTB Rechtswissenschaft)
ISBN 978-3-8252-2154-6
19,90 €

Frank Fechner: Fällen und Lösungen zum Medienrecht. – 2. Aufl. – XII, 351 S. – Tübingen : Mohr Siebeck, 2009 (UTB Rechtswissenschaft)
ISBN 978-3-8252-2877-4
18,90 €

Originalbeitrag

Published in: on 19. Februar 2009 at 09:21  Schreibe einen Kommentar  
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Scannen der Verlagspublikation fuers Repositorium zulaessig?

Zum Thema „Scannen für Repositorien“ 2 Hinweise aus der Inetbib-Liste.
archiv.twoday.net

Bibliotheksrecht.blog

Published in: on 19. Februar 2009 at 09:15  Schreibe einen Kommentar  
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Aus der INETBIB-Liste: „Suchmaschine BASE: über 1080 Quellen und neue Funktionen“

Ende Januar wurde das Design der wissenschaftlichen Suchmaschine BASE dem neuen Web-Auftrtitt der Universitätsbibliothek Bielefeld angepasst.
„Die Suche wurde um eine weitere Funktion erweitert: So ist es jetzt über die erweiterte Suche in BASE möglich, gezielt nach verschiedenen Dokumentarten wie z.B. Zeitschriftenartikeln, Dissertationen, Primärdaten, Bildern usw. zu suchen. Dazu wurden die Angaben in den OAI-Matadaten, wenn vorhanden, entsprechend normalisiert.
Wie bisher ermöglicht es BASE als einzige Suchmaschine durch den integrierten Eurovoc-Thesaurus einen Suchbegriff in bis zu 21 Sprachen zu finden und gezielt „zusätzliche Wortformen“ mit abzusuchen.“
Aus: INETBIB-Liste, Sebastian Wolf vom 03.02.2009

Published in: on 16. Februar 2009 at 10:12  Schreibe einen Kommentar  
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