Lehrbuch in Deutschland tot

Die Überschrift ist nur ein kleiner Teil des Artikels Die Landesbibliothek als Copyshop von Matthias Ulmer. Auslöser der Diskussion in der INETBIB-Liste war ein Brief von Herrn Ulmer an „seine“ Autoren, in dem er zur Diskussion auuforderte und in dem er zur Untertstützung des Heidelberger Appells aufforderte.
Das Schreiben wurde dokumentiert (ganz im Sinne einer lebendigen Demokratie) und dies löste eine Diskussion in der INETBIB-Liste aus.
Manche Anmerkung von Herrn Ulmer klingt doch naiv, an den Universitäten wurden schon immer Bücher kopiert, natürlich ist dies ungesetzlich, aber die Bibliotheken hatten nie genügend Exemplare, die Preise waren schon immer sehr hoch. Welche Universität kennt denn Herr Ulmer, wo Studenten und Studentinnen nach Ende der Vorlesung sofort in den nächsten Buchladen gestürmt sind und die Regale der Lehrbücher leer gekauft haben?
Die Studiengebühren haben doch da schon eher geholfen, fehlende Exemplare zu beschaffen, aber da hat Herr Ulmer nicht geschrien, als diese in Teilen wieder abgebaut wurden.
Wenn Bibliothekare und Bibliothekarinnen so „mies“ sind wie Herr Ulmer dies versucht zu vermitteln, wieso suchen dann Verlage und Buchhändler immer wieder den Kontakt zu den Bibliotheken? Herrn Ulmer scheint doch eher die Praxis zu fehlen.

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